Energieberatung Nicht-Wohngebäude

Unternehmen, denen es gelingt möglichst viel Energie zu sparen, verschaffen sich damit Kosten-
und Wettbewerbsvorteile. Der effiziente Umgang mit Strom und Wärme hat sich noch nie so schnell ausgezahlt wie gegenwärtig. Seit dem 1. Juli 2009 benötigen alle Nicht-Wohngebäude einen Energieausweis, wenn sie neu vermietet, verkauft oder verpachtet werden.
Nach der seit 01.05.2014 geltenden Energieeinsparverordnung EnEV 2014 müssen bedarfsorientierte Nachweise für Nicht-Wohngebäude gemäß DIN V 18599 erstellt werden.
Die DIN V 18599 befasst sich mit der Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung und Klimatisierung, Lüftung, Trink-/Warmwasser und Beleuchtung.
 
Definition Nicht-Wohngebäude:
Nicht-Wohngebäude sind Gebäude, die keine oder nur eine geringe Wohnnutzung aufweisen.
Neben privatwirtschaftlichen Büro-, Hotel-, Gastronomie- und Gewerbebetrieben, zählen dazu auch kommunale, gemeinnützig und kirchlich betriebene Gebäude, wie Schulen, Kindergärten, Alten-
pflegeheime, Krankenhäuser etc.
 
Energieeffizienzberatung EEB
Die Beratung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen bis 250 Mitarbeiter, sowie Freiberufler und besteht aus zwei unabhängig voneinander zu beantragenden Komponenten:
einer Initialberatung und einer Detailberatung.
Die Initialberatung beinhaltet eine Vor-Ort-Besichtigung, um erste Hinweise auf mögliche Energieeinsparpotentiale zu erhalten.
Die Detailberatung beinhaltet als nächsten Schritt eine vertiefende Energieanalyse.
Hier werden die Bereiche mit den größten Effizienzpotentialen untersucht und konkrete Maßnahmen einschließlich betriebswirt-
schaftlicher Bewertung entwickelt.

Fördermöglichkeiten KfW-Energieeffizienzprogramm (242, 243, 244):
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und die KfW haben gemeinsam die Initiative „Sonderfonds Energie-
effizienz in KMU“ (kleine und mittlere Unternehmen) gestartet.

Der Sonderfonds besteht aus zwei Förderbausteinen:
– einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zu den Kosten für eine Energieeffizienzberatung
– einem zinsgünstigen Investitionskredit für Energiesparmaßnahmen.

Förderbaustein Energieeffizienzberatung
Der Sonderfonds Energieeffizienz bietet Unternehmen die Finanzierung einer fachkundigen, unabhängigen Energieberatung, die in konkrete Vorschläge für wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienz-
maßnahmen mündet.
Energetische Schwachstellen im Unternehmen werden analysiert und Möglichkeiten für energie- und kosteneinsparende Verbesserungen aufgezeigt.
Für die Energieeffizienzberatung erhalten Unternehmen von der KfW Zuschüsse von bis zu 80% der Beratungskosten, finanziert aus Mitteln des BMWi.

Förderbaustein Investitionskredit KfW-Energieeffizienzprogramm (242, 243, 244)
Mit dem Investitionskredit im Rahmen des ERP-Umwelt- und Energie-
effizienzprogramms (Programmteil B) können kleine und mittlere Unternehmen Investitionen zur Energieeinsparung zinsgünstig finanzieren.
Für kleine Unternehmen wird der Kredit noch zusätzlich aus Mitteln des BMWi verbilligt.

1) Förderfähig sind Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs, z.B. in den Bereichen Haus- und Energietechnik, Gebäudehülle, Maschinenpark, Prozesswärme bzw. -kälte, Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik.

2) Gefördert wird auch die Sanierung oder Neubau eines Gebäudes.
Eine Sanierung wird gefördert, wenn nach der Sanierung der Jahres-Primär-Energiebedarf das Neubauniveau nach der Energieein-
sparverordnung 2014 (EnEV) erreicht und der spezifische
Transmissionswärmekoeffizient den Wert des zugrunde zulegenden Referenzgebäudes um max. 20% überschreitet.

Der komplette Neubau kann gefördert werden, wenn der Jahres-Primärenergiebedarf das EnEV 2014-Neubauniveau um mind. 20% unterschreitet und der spezifische Transmissionswärmekoeffizient den Wert des zugrunde zulegenden Referenzgebäudes entspricht.

3) Zusätzlich können in Verbinding mit einer förderungswürdigen Energieeinsparinvestition, Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme
gefördert werden.

Beide Bausteine können unabhängig voneinander beantragt werden.
Sinnvollerweise sollte aber eine Energieeffizienzberatung der Investitionsentscheidung vorangehen.

Fördermaßnahme

Förderbetrag
– Initialberatung bis 800 €, Tageshonorar, max. 1.280 € (80% des max. förderfähigen Tageshonorars)
– Detailberatung bis 4.800 € (60% des max. förderfähigen Tageshonorars)

Gerne unterbreiten wir Ihnen hierzu ein individuelles Angebot!